„Running Dinner“ am 24.01.20

Wir wollen dem gemeinsamen Abendbrot und gegenseitigem Kennenlernen (was wir jede Woche machen) mal einen anderen, besonderen Anstrich geben. Am Freitag, den 24. Januar 2020, findet unser Ökumenischer Freizeitabend mit der ESG statt. Es wird ein „Running Dinner“ geben.

3 Gänge, 3 Orte: 18 Uhr startet das Ganze mit der Vorspeise bei den Prämonstratenser-Brüdern in der Büchnerstraße 17. Der Hauptgang folgt in den Räumen der KSG (Neustädter Str. 4), der Nachgang eine Tür weiter in der ESG (Neustädter Str. 6). Bunt und heiter wird es zugehen, lasst euch also gern drauf ein!

Neuaufbau einer Kommunalverwaltung

Nach der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 war die dicht besiedelte Altstadt nahezu komplett zerstört. Zu DDR-Zeiten wurden kriegsbeschädigte Bauwerke abgerissen, auch mit dem ideologischen Ziel eine neue sozialistische Stadt zu schaffen.

Mit der Doktrin der Führungsrolle der SED sollte es gelingen, die Fäden des politischen, geistigen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Lebens in den parteilichen Machtzentren zusammenlaufen zu lassen. Eine „Diktatur des Proletariats“ konnte aus dem Selbstverständnis der Partei heraus nur dadurch sichergestellt werden, dass ständige Kontrolle und Einflussnahme in jeglichen Bereichen ausgeübt wurde.

Die ersten freien Wahlen für ein Magdeburger Stadtparlament nach den Jahren der Nazi- und SED-Herrschaft fanden am 6. Mai 1990 statt. Die SPD wurde mit 32,98% stärkste Fraktion und Wilhelm Polte ward der erste Oberbürgermeister nach der Wende. Er führte die Stadt bis 2001.

Poltes Tätigkeiten umfassen u. a. sein Engagement für Reformen in der DDR und die Arbeit am „Runden Tisch“ der Stadt Magdeburg, die Zeit als Präsident des Städte- und Gemeindebundes und Jahre als Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Der Alt-OB im Ruhestand wird uns am Donnerstag aufzeigen, wie in Magdeburg eine neue politische Agenda gesetzt wurde.

Seid herzlich gegrüßt in2020!

Für die verbleibende Zeit im Semester stehen noch ein paar spannende Präsentationen an.

Macht mal ne Pause vom ganz normalen Prüfungswahnsinn und gesellt euch in die Runde :)

So wie es bei uns thematisch um Entwicklungen und Veränderungen geht, hat sich bei unserer Partnerschule in Ghana auch einiges getan.

Die sechs Klassenräume, zwei Büros und eine kleine Bibliothek konnten im Dezember final fertig gestellt werden.

Schon über 100 Schülerinnen und Schüler lernen fleißig und motiviert.

Wir freuen uns sehr darüber!

Modern denken, modern handeln

Liegen Geheimnisse in der Luft,

spürst du ’nen heimlich süßen Duft,

ist alles vor Heiterkeit,

beginnt bald die schöne Weihnachtszeit

Auch die KSG hat schon Plätzchen gebacken gehabt, aber längst ist nichts mehr übrig ;)

Am Vorabend zu Nikolaus und auf unserer Adventsfahrt zur Huysburg haben wir folgenden Gedanken schweifen lassen: Wie können wir „Kirche“ gestalten ?

Der Synodale Weg stellt eine strukturelle Debatte innerhalb der katholischen Kirche dar. Das Bekanntwerden des Missbrauchsskandals vor einem Jahr warf Fragen der Macht und Teilhabe, Fragen nach der eigenen (Sexual)moral auf.

Die Kirche steht mehr denn je vor Herausforderungen. Wie Nikolaus, muss die Kirche vielleicht wieder auf Menschen zugehen, damit sie sich nicht allein gelassen fühlen? In der wandelbaren Welt von heute sucht man Orientierung, Halt und Rückenwind. Die Kirche will sich neu definieren, neu erfinden – und wir mit ihr.

Lesestoff für den Winter

BEHIND THE WALL: DEPECHE MODE – FANKULTUR IN DER DDR

Von Sascha Lange & Dennis Burmeister

DEPECHE MODE gehören zu den langlebigsten Bands der florierenden Popmusik-Ära der 1980er Jahre. Und sie haben bis heute die treuesten Fans. „Behind the Wall“ erzählt die Geschichte dieser besonderen Fankultur – hinter der Mauer, in der DDR.

Die Unmengen an unveröffentlichten Fotos und Dokumenten, die Interviews mit zahlreichen Fans, Konzertveranstaltern, Fanzine-Herausgebern, Fanclub-Betreibern und anderen Zeitzeugen sind ein bisher nicht gekanntes Zeugnis von Gegenkultur als auch Alltagsleben in der DDR.

Gleichzeitig ist „Behind the Wall“ auch eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Geschichte, die zeigt, dass sich Jugendliche in Ost und West viel ähnlicher waren, als sie es wussten und doch ihr Leben sich anders prägte.

Erzählt wird die Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall. Und von einer ungewöhnlichen Liebe der Fans zu ihrer Band.

„Besserwessi“ und „Jammerossi“

Die Generation nach 1989? 30 Jahre nach der Wiedervereinigung suchen junge Erwachsene nach wie vor nach ihrer Identität. Während sich Westdeutsche „deutsch“ fühlen, sehen sich viele Nach-Wendekinder im Osten auf dem Abstellgleis, abgehängt und abgewertet.

Ost- und Westdeutsche werden stigmatisiert und in Schubladen gesteckt. Die „Mauern im Kopf“ sind manchmal noch da. Gewisse Vorurteile halten sich hartnäckig, wie Studien der Infratest dimap im Auftrag des ARD-Magazins „Fakt“ im Jahr 1990 und 2010 zeigen:

Ostdeutsche sind bescheiden, solidarisch, leicht beeinflussbar

Westdeutsche konsumorientiert, überheblich, selbstbewusst.

Diesen Donnerstag wollen wir dazu gemeinsam Erfahrungen austauschen, miteinander reden und kommunizieren, um mögliche Missverständnisse untereinander auszuräumen. Wir erzählen und teilen einander unsere ganz eigenen Geschichten. Wir hören einander zu, nehmen Hoffnungen wie Ängste ernst

Besuch des Stasi-Gefängnisses

Die KSG wird die Gedenkstätte am Moritzplatz in Magdeburg –Neustadt (Umfassungsstrasse 76) besichtigen, eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der ESG. Treffpunkt ist 18.45 am Moritzplatz, 19 Uhr startet für uns eine Führung

Die Gedenkstätte Moritzplatz gehört zu den wenigen original hergerichteten ehemaligen Haftanstalten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Seit den späten 40er Jahren war das Gefängnis eingebunden in die Verfolgung von Gegnern des neuen Systems in der Sowjetischen Besatzungszone und SED-Diktatur. Mehr als 10.000 Menschen wurden hier in den Jahren 1945 bis 1989 Opfer von Gewalt und Unterdrückung durch das MfS.

Wir möchten mit diesem ökumenischen Themenabend an die in der DDR durch Justiz, Volkspolizei und Staatssicherheit politisch Verfolgten und Inhaftierten erinnern. Der frühere Pfarrer Martin Kunze berichtet von seiner persönlichen Gefangenschaft im Jahr 1961.

Durch Mut zur Freiheit: Das komplette Semesterprogramm steht im Zeichen von 30 Jahre Mauerfall, der sich am 9. November 1989 ereignete

Mahnwache am 11.10.19

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft für morgen, Freitag, den 11. Oktober 2019, um 17.30 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Gemeindehaus der Synagogengemeinde zu Magdeburg (Gröperstraße 1a, gegenüber dem Neustädter Bahnhof) auf.

Wir wollen der Gemeinde nahe sein, wenn sie ihren Gottesdienst begeht, und ihr zeigen, dass sie Freund*innen und Nachbarn hat, denen sie wichtig ist. Hat sich doch der schreckliche antisemitische Anschlag in Halle ausgerechnet zum Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, ereignet in einer Zeit, in die wichtige und gut besuchte Gottesdienste fallen.

Wir sind entsetzt und denken voll Mitgefühl an die Jüdische Gemeinde in Halle, die während ihres Gottesdienstes eine solche schreckliche Bedrohung erleben musste. Den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen gilt unsere besondere Anteilnahme. Mit unserer Mahnwache wollen wir ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit setzen. Zugleich rufen wir dazu auf, sich gemeinsam Antisemitismus und Rassismus entgegenzustellen. Wir laden alle Magdeburgerinnen und Magdeburger zur Teilnahme ein.