Lesestoff für den Winter gesucht?

DEPECHE MODE gehören zu den langlebigsten Bands der florierenden Popmusik-Ära der 1980er Jahre. Und sie haben bis heute die treuesten Fans. „Behind the Wall“ erzählt die Geschichte dieser besonderen Fankultur – hinter der Mauer, in der DDR.

Die Unmengen an unveröffentlichten Fotos und Dokumenten, die Interviews mit zahlreichen Fans, Konzertveranstaltern, Fanzine-Herausgebern, Fanclub-Betreibern und anderen Zeitzeugen sind ein bisher nicht gekanntes Zeugnis von Gegenkultur als auch Alltagsleben in der DDR.

Gleichzeitig ist „Behind the Wall“ auch eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Geschichte, die zeigt, dass sich Jugendliche in Ost und West viel ähnlicher waren, als sie es wussten und doch ihr Leben sich anders prägte.

Erzählt wird die Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall. Und von einer ungewöhnlichen Liebe der Fans zu ihrer Band.

„Besserwessi“ und „Jammerossi“

Die Generation nach 1989? 30 Jahre nach der Wiedervereinigung suchen junge Erwachsene nach wie vor nach ihrer Identität. Während sich Westdeutsche „deutsch“ fühlen, sehen sich viele Nach-Wendekinder im Osten auf dem Abstellgleis, abgehängt und abgewertet.

Ost- und Westdeutsche werden stigmatisiert und in Schubladen gesteckt. Die „Mauern im Kopf“ sind manchmal noch da. Gewisse Vorurteile halten sich hartnäckig, wie Studien der Infratest dimap im Auftrag des ARD-Magazins „Fakt“ im Jahr 1990 und 2010 zeigen:

Ostdeutsche sind bescheiden, solidarisch, leicht beeinflussbar

Westdeutsche konsumorientiert, überheblich, selbstbewusst.

Diesen Donnerstag wollen wir dazu gemeinsam Erfahrungen austauschen, miteinander reden und kommunizieren, um mögliche Missverständnisse untereinander auszuräumen. Wir erzählen und teilen einander unsere ganz eigenen Geschichten. Wir hören einander zu, nehmen Hoffnungen wie Ängste ernst

Besuch des Stasi-Gefängnisses

Die KSG wird die Gedenkstätte am Moritzplatz in Magdeburg –Neustadt (Umfassungsstrasse 76) besichtigen, eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der ESG. Treffpunkt ist 18.45 am Moritzplatz, 19 Uhr startet für uns eine Führung.

Die Gedenkstätte Moritzplatz gehört zu den wenigen original hergerichteten ehemaligen Haftanstalten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Seit den späten 40er Jahren war das Gefängnis eingebunden in die Verfolgung von Gegnern des neuen Systems in der Sowjetischen Besatzungszone und SED-Diktatur. Mehr als 10.000 Menschen wurden hier in den Jahren 1945 bis 1989 Opfer von Gewalt und Unterdrückung durch das MfS.

Wir möchten mit diesem ökumenischen Themenabend an die in der DDR durch Justiz, Volkspolizei und Staatssicherheit politisch Verfolgten und Inhaftierten erinnern. Der frühere Pfarrer Martin Kunze berichtet von seiner persönlichen Gefangenschaft im Jahr 1961.

Durch Mut zur Freiheit: Das komplette Semesterprogramm steht im Zeichen von 30 Jahre Mauerfall, der sich am 9. November 1989 ereignete

Mahnwache am 11.10.19

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft für morgen, Freitag, den 11. Oktober 2019, um 17.30 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Gemeindehaus der Synagogengemeinde zu Magdeburg (Gröperstraße 1a, gegenüber dem Neustädter Bahnhof) auf.

Wir wollen der Gemeinde nahe sein, wenn sie ihren Gottesdienst begeht, und ihr zeigen, dass sie Freund*innen und Nachbarn hat, denen sie wichtig ist. Hat sich doch der schreckliche antisemitische Anschlag in Halle ausgerechnet zum Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, ereignet in einer Zeit, in die wichtige und gut besuchte Gottesdienste fallen.

Wir sind entsetzt und denken voll Mitgefühl an die Jüdische Gemeinde in Halle, die während ihres Gottesdienstes eine solche schreckliche Bedrohung erleben musste. Den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen gilt unsere besondere Anteilnahme. Mit unserer Mahnwache wollen wir ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit setzen. Zugleich rufen wir dazu auf, sich gemeinsam Antisemitismus und Rassismus entgegenzustellen. Wir laden alle Magdeburgerinnen und Magdeburger zur Teilnahme ein.