Die Generation nach 1989? 30 Jahre nach der Wiedervereinigung suchen junge Erwachsene nach wie vor nach ihrer Identität. Während sich Westdeutsche „deutsch“ fühlen, sehen sich viele Nach-Wendekinder im Osten auf dem Abstellgleis, abgehängt und abgewertet.

Ost- und Westdeutsche werden stigmatisiert und in Schubladen gesteckt. Die „Mauern im Kopf“ sind manchmal noch da. Gewisse Vorurteile halten sich hartnäckig, wie Studien der Infratest dimap im Auftrag des ARD-Magazins „Fakt“ im Jahr 1990 und 2010 zeigen:

Ostdeutsche sind bescheiden, solidarisch, leicht beeinflussbar

Westdeutsche konsumorientiert, überheblich, selbstbewusst.

Diesen Donnerstag wollen wir dazu gemeinsam Erfahrungen austauschen, miteinander reden und kommunizieren, um mögliche Missverständnisse untereinander auszuräumen. Wir erzählen und teilen einander unsere ganz eigenen Geschichten. Wir hören einander zu, nehmen Hoffnungen wie Ängste ernst